Naturtherapie

Unter dem Begriff „Naturtherapie“ werden verschiedene Formen der Psychotherapie zusammen gefasst, die das Erleben der Natur für psychotherapeutische Zwecke nutzen (z.B. existenzialpsychologisch fundierte Naturtherapie, integrative Naturtherapie, systemische Naturtherapie, Gartentherapie, tiergestützte Therapie, Wildnistherapie etc.).

In meinem Praxisalltag kristallisierte sich im Laufe der Jahre das achtsame Naturerleben als besonders hilfreich für die Psychotherapie heraus. Daraus ist mittlerweile mein Ansatz der „Achtsamkeitsbasierten Naturtherapie“ entstanden, den ich heute auch in Weiterbildungen vermittle.

In ihren Grundannahmen knüpft die Achtsamkeitsbasierte Naturtherapie an die Gesprächstherapie an: Auch hier wird der therapeutischen Beziehung und dem Vertrauen auf die Selbstheilungs- und Entwicklungskräfte der Klient/innen eine zentrale Bedeutung beigemessen. Zudem verknüpft die Achtsamkeitsbasierte Naturtherapie das therapeutische Potential des Naturerlebens mit der Praxis der Achtsamkeit – beides wissenschaftlich gut bestätigte Methoden zur Heilung und Linderung seelischer Leiden.

Die Achtsamkeitsbasierte Naturtherapie verfügt über eine Vielzahl an Interventionen, die jeweils individuell am Entwicklungsprozess der Klient/innen ausgerichtet werden:

  • Achtsamkeitsübungen in der Natur
  • Freie Naturerfahrung in verschiedenen Formen
  • Heilungs- und Übergangs-Rituale (z.B. VisionQuest/ Visionssuche)
  • Arbeit mit dem Kreis des Selbst
  • Arbeit mit Natursymbolen
  • Kreatives Gestalten mit Naturmaterial (z.B. LandArt)
  • Spiel-Raum für das innere Kind
  • Meditation / Kontemplation
  • u.v.m.

Erst wenn wir wieder unsere Einbindung und Teilhabe am natürlichen Lebensprozess empfinden können, haben wir den inneren Boden zur Verfügung, um die Welt und uns selbst im Einklang mit dem Leben gestaltend in die Hand nehmen zu können. (Wernher P. Sachon)

Weiterführende Artikel aus meinem Blog:

10 Vorteile des Naturerlebens

„Gegenwehr bringt nichts!“ – Ein psychotherapeutischer Spaziergang